Wo nichts ist, ist alles möglich

An vielen kleinen Orten stellen Menschen verschiedenste regionale Produkte her. Angefangen vom Gemüse, Obst und Fleisch über Käse, Wurst und Brot bis hin zu Kosmetik, Kleidung und vielem mehr reicht die Palette. Fast immer eine Herausforderung ist die überregionale Vermarktung. Denn irgendwie müssen die Produkte zu den Kunden gelangen. Verschiedene Initiativen im Land haben dafür Ideen und Konzepte entwickelt. Wir haben uns bei einigen umgeschaut.

Mit einem herzlichen Hallo empfängt uns Mira Dieckmann an dem sonnigen Märzmorgen pünktlich um 10 Uhr im KaMa. Zugegeben, etwas skeptisch waren wir schon, ob solch ein Laden in einer Kleinstadt überhaupt funktionieren kann. Angesichts der positiven Energie, die uns im Laden entgegenschlägt, sind solche Zweifel jedoch schnell verflogen. Mira erzählt begeistert von den liebevoll hergestellten Produkten aus der Region. Gerade hat sie eine Karte eingerahmt, auf der die kleinen Manufakturen und Höfe markiert sind, deren Waren im Regionalladen verkauft werden. Neben frischen Eiern, regionalem Obst und Gemüse, Wurst und Käse, Säften und Marmeladen, sind es auch kreative Produkte, die im KaMa angeboten werden. Schmuck, Deko aus Makramee, Illustrationen und Postkarten, auch Selbstgenähtes für Babys von einer Hebamme aus dem Ort ist dabei. Die Geschichte dazu erzählt Mira gerne, denn sie macht auch ein Ziel des Ladens deutlich. „Früher hat Hebamme Anne Hamann nur für sich genäht, es nicht öffentlich gemacht. Sie war froh, ihre Produkte hier bei uns im Laden anbieten zu können. Die positive Resonanz, die sie dadurch erfuhr, hat sie jedoch dazu ermutigt, ihre Näharbeiten nun auch offiziell anzubieten.“ Solche Wege möchte KaMa ebnen, Mut machen, ins eigene Business zu starten, auch, wenn es erstmal nur im Nebengewerbe ist …